Welcher Baum darf es sein?

Zu jedem Haus gehört auch ein“ Hausbaum“. Zumindest hat man es in früheren Jahren so gehalten. Dieser Baum hat nicht nur eine Schutzfunktion inne gehabt, sondern war auch ein Zeichen für zelkova-serrata-1613784_640Wohlstand und der Fähigkeit, sich mit der Natur zu arrangieren. Nicht selten hat man einen Baum gewählt, der eine lange Lebensdauer aufweisen konnte. Dies ist eindringlich noch auf vielen Grundstücken mit alten, eventuell unter Denkmalschutz stehenden Häusern zu bewundern. Auch viele Gutshöfe waren für ihre prächtigen Bäume berühmt, die zum Teil heute noch bewundert werden können.

Was ist bei der Auswahl des „Hausbaumes“ zu beachten?

Zwei Dinge sind nicht aus den Augen zu verlieren: Die Größe des Hauses und die endgültige Größe des Baumes. Natürlich ist jeder Baum zu Beginn seines Lebens klein und kann daher an jedem Punkt im Garten, auch nahe beim Haus, eingepflanzt werden. Doch Bäume sind wie Kinder – sie haben die Fähigkeit zu wachsen. Nicht nur der Baum, auch seine Wurzeln wachsen. Daher sollte bei Bäumen, die eine stattliche Größe und ein hohes Alter erreichen können, von einem Standpunkt dicht am Haus abgesehen werden.

Die Wurzeln könnten das Mauerwerk beschädigen. Die Äste könnten bei Sturm ins Dach schlagen. Das bedeutet, dass man sich VOR dem Pflanzen eingehend über seinen Auserwählten informieren muss, um keine unangenehmen Überraschungen zu erleben. Soll es tatsächlich ein ausladender Baum werden, so ist ein adäquater Abstand zum Haus zu beachten. Dies trifft beispielsweise Linden, Buchen, Eichen, aber auch Kastanien.

Auch ist es wichtig, ob man einen Obst-, einen regulären Laub- oder einen Nadelbaum möchte. Denn bei einem Obstbaum sollte beachtet werden, dass einige von ihnen während der Reifezeit viele Insekten anlocken, was zu einer Beeinträchtigung des Alltags werden könnte, wenn er dicht am Haus steht. Hierbei ist an Eierpflaumen, Mirabellen und ähnliche Obstsorten zu denken. Äpfel und Birnen, aber auch Sanddorn und Weißdorn eigenen sich auch besonders gut als Spalierbäume. Dies gibt dem Haus zusätzlich ein besonderes Äußeres. Keine Bange, auch in kleineren Gärten kann ein Obstbaum zum „Hausbaum“ auserkoren werden. Denn es gibt auch kleinwachsende Sorten, die sich zu prächtigen Freunden entwickeln können.

Die Herbstfärbung

Für viele Gartenbesitzer ist das Aussehen des Baumes wichtiger als sein tatsächlicher Nutzen. Daher suchen sie ihn etwa nach der Herbstfärbung aus. Alle Ahorn-Arten sind diesbezüglich in Betracht zu ziehen. Auch einige andere Baumarten weisen diese Färbung auf. Hier könnte der Fachmann zu Rate gezogen werden.
Der „Hausbaum“ ist ein besonderer Freund, den es zu hegen und zu pflegen gilt. Dafür wird er sich mit seiner Schönheit bei „seiner Familie“ bedanken!

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